Ausstellungseröffnung Arnulf Rainer

Ausstellungen

In der Caspar-David-Friedrich-Galerie des Caspar-David-Friedrich-Zentrums wird regelmäßig zeitgenössische Kunst gezeigt, deren Wurzeln und Bezugspunkte in der historischen Romantik liegen. Neben Arbeiten der jährlich prämierten Caspar-David-Friedrich-Preisträger werden gleichermaßen Werke von Künstlern präsentiert, die sich mit den Themen und Ideen der Romantik befassen.

Zu den bisher ausgestellten Künstlern gehören u. a. Ramona Czygan, Christin Wilcken, Magnus Sönning, Arnulf Rainer, Eva Luise Buus, Clemens Tremmel und Dagmar Lisske.

Aktuelle Ausstellung in der CDF-Galerie:

"Caspar-David-Friedrich-Preisträger 2017:                          Marten Schech - Verkleinerte Veränderungen"

15. Juli – 30. September 2017

Ausstellungsplakat

Marten Schech, Student der Hochschule für Bildende Künste Dresden, ist der Caspar-David-Friedrich-Preisträger 2017. Die Preisvergabe und Eröffnung der Ausstellung „Caspar-David-Friedrich-Preisträger 2017: Marten Schech“ finden am 15. Juli 2017 um 14 Uhr in der Galerie des Caspar-David-Friedrich-Zentrums statt.

Um den Caspar-David-Friedrich-Preis 2017 haben 42 Studenten aus Greifswald, Kopenhagen und Dresden, den Studienorten Caspar David Friedrichs, beworben. Davon kamen 29 von der Hochschule für bildende Künste Dresden, 9 vom Caspar-David-Friedrich-Institut der Universität Greifswald und 4 von der Königlichen Akademie der Künste in Kopenhagen.

Mit seinen architektonischen Skulpturen, aus z. T. historischen Material und in alter Bautraditionen, überzeugte Marten Schech die Jury. In seinen Werken begegnen sich beide Kunstgattungen, ihre Funktionen und Verhältnismäßigkeiten werden hinterfragt. Schechs Objekte, verstanden als komprimierte Konstruktionen, zeugen von einer Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und Gegenwart auf der Ebene einer räumlichen Realität. Begehbare Skulpturen wie der Pavillon, aus dem ein Baum zu wachsen scheint, lassen - wie ein Idyll - Gedankenräume zu.

Für seine Ausstellung in Greifswald wird er eine „Chamaechorie Greifswald“ herstellen, eine architektonische Plastik oder, wie er selbst sagt, ein „Architekturgewächs“. Inspiriert dazu hat ihn eine Ausbreitungsstrategie der Pflanzen, wie die der Steppenroller, die sich über den Wind verbreiten. Im Speziellen dazu angeregt hat ihn die Fachwerkarchitektur des Wohn- und Familienhauses der Friedrichs, das Caspar-David-Friedrichs-Zentrum selbst. Darüber hinaus werden Arbeiten aus der Serie „Frameworks“ und „Burg“ und Modelle weiterer Architekturmöglichkeiten zu sehen sein.

Marten Schech studierte an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, seit 2015 ist er Meisterschüler bei Prof. Wilhelm Mundt. Weitere Studienorte sind die Kunstakademie Düsseldorf und an der University of Leeds. Bereits seit 1999 engagiert er sich im Bereich der Denkmalpflege im Arbeitskreis Innenstadt (AKI e.V.) Halle (Saale).

Der Kunstpreis wird 2017 zum 16. Mal von der Caspar-David-Friedrich-Gesellschaft e. V. verliehen und ist in diesem Jahr zu ersten Mal mit 2.500 Euro dotiert. Zusätzlich wird eine Postkartenserie mit Motiven der Arbeiten des Preisträgers aufgelegt und der er erhält eine Ausstellung in der Caspar-David-Friedrich-Galerie.

 

Begrüßung: Hannelore Kohl, Vorsitzende der Caspar-David-Friedrich-Gesellschaft e. V.
Laudation: Dr. Dietmar Rübel, Akademie der Bildenden Künste, München
 
Termin: 15. Juli 2017
Beginn: 14 Uhr
Eintritt frei