Ausstellungseröffnung Arnulf Rainer

Ausstellungen

In der Caspar-David-Friedrich-Galerie des Caspar-David-Friedrich-Zentrums wird regelmäßig zeitgenössische Kunst gezeigt, deren Wurzeln und Bezugspunkte in der historischen Romantik liegen. Neben Arbeiten der jährlich prämierten Caspar-David-Friedrich-Preisträger werden gleichermaßen Werke von Künstlern präsentiert, die sich mit den Themen und Ideen der Romantik befassen.

Zu den bisher ausgestellten Künstlern gehören u. a. Christin Wilcken, Arnulf Rainer, Hiroyuki Masuyama, Ulrike Mundt, Horst Hussel, Elena Kozlova, Sven Drühl, Marten Schech, Oliver Petschauer, Denise Winter, Jan Kromke und Helmtrud Nyström. Auch Sonderausstellung wurden schon in der Galerie präsentiert. Dazu gehörten die Ausstellungen "Die Künstler in der Familie Friedrich" (2014) und "Resonanz & Refugium - Romantik in der Grafik der DDR" (2016; ein Kooperationsprojekt zwischen der Caspar-David-Friedrich-Gesellschaft und dem Dresdner Institut für Kulturstudien mit Unterstützung durch die Kunstsammlung Gera und das Staatliche Museum Schwerin).

Aktuelle Ausstellung in der CDF-Galerie:

Caspar-David-Friedrich-Preisträgerin 2018: Anne-Mai Sønderborg Keldsen

29. September – 15. Dezember 2018

Bild: Anne-Mai Sønderborg Keldsen, Pool, 2017, Analogfotografie, ©Anne-Mai Sønderborg Keldsen

 

Anne-Mai Sønderborg Keldsen, Studentin an der Königlichen Kunstakademie Kopenhagen, konnte sich in dem Wettbewerb um den Caspar David Friedrich Preis 2018 gegen 21 Studenten aus Greifswald, Kopenhagen und Dresden, den Studienorten Caspar David Friedrichs, durchsetzen.

Mit fotografischen Serien, teils in Form von Installationen oder in Buchform und mit sehr persönlichen Texten entwickelt Anne-Mai Sønderborg Keldsen aus der Erinnerung poetische und atmosphärische Landschaftspanoramen, die eine magische Stimmung erzeugen. Mit gegensätzlichen Bildmotiven, deren eine zentrale Affinität zu Caspar David Friedrichs Landschaften inne wohnt, überzeugt sie die Jury: Präzise und überscharfe Landschaftsausschnitte wechseln mit verschwommenen, nebelhaften Motiven, und farbstarke, fast abstrakt wirkende Landschaftsformationen, in denen der Eigenwert der Farbe hervorsticht, kontrastieren mit schwarzweißen Bildkonstruktionen in körniger Optik, die eine bedrückende Ausweglosigkeit aufscheinen lassen.

Ein wichtiger Ausgangspunkt im Werk von Anne-Mai Sønderborg Keldsen ist das Phänomen der Interferenz. Scheinbar disparate Gegebenheiten können zusammengeführt werden, was durch Überlagerung und Durchdringung Neues hervorbringt. Unterschiedliche Realitäten können einander beeinflussen, Realität und Fiktion können verschiedene Seiten derselben Geschichte sein.

Anne-Mai Sønderborg Keldsen studiert seit 2014 an der Königlichen Kunstakademie Kopenhagen, beendete 2017 ihre Bachelorstudium und befindet sich nun im Master. Während ihrer Studienzeit nahm die Preisträgerin unter anderem an einem dreimonatigem creative-writing Kurs des dänischen Verlagshauses Gladiator Teil, sowie an einem einjährigen Fotografie-Workshop des Atelier Smedsby in Paris. 2016 war sie für ein Independent Study Programm an der MauMaus Escola de Artes Visuais in Lissabon.

Der Caspar-David-Friedrich-Preis wird seit 2001 jährlich von der Caspar-David-Friedrich-Gesellschaft an den Kunsthochschulen in Dresden und Kopenhagen sowie am Caspar-David-Friedrich-Institut in Greifswald ausgeschrieben und ist mit 2500 Euro Preisgeld, einer Postkartenserie und einer Ausstellung in der Caspar-David-Friedrich-Galerie in Greifswald dotiert.

Unterstützt wird der Caspar-David-Friedrich-Preis von der Peter-Warschow-Stiftung.